Entfernung von Permanent Make-UpPermanent Make-up ist für viele Frauen eine praktische Alternative zur herkömmlichen Schminke. Das Problem: Manchmal fällt das Resultat nicht wie gewünscht aus oder kleine Fehler schleichen sich ein. Trotzdem bleibt das Ergebnis lange Zeit sichtbar. Spezielle Methoden und Produkte können helfen, um das Permanent Make-up zu entfernen.

Wie funktioniert Permanent Make-up?

Ein Permanent Make-up ist einem Tattoo ähnlich – mit einem entscheidenden Unterschied: Die Pigmentierung (PMU) wird nicht für immer auf der Haut bleiben. Nach 12 Monaten kann sie verblassen, hält aber – je nach Beschaffenheit der Haut – auch mehrere Jahre. Im Durchschnitt können es 2 bis 5 Jahre werden.

Bei der PMU wird mit einer feinen Nadel gearbeitet, welche die Farbpigmente in die oberste Hautschicht (Epidermis) einbringt. Die Oberhaut erneuert sich nach und nach, sodass ein Permanent Make-up mit der Zeit nicht mehr sichtbar ist. Häufig wird eine Pigmentierung vorgenommen, um folgende Areale zu betonen: Augenbrauen, Lippenkontur, Wimpernkranz und auch Schönheitsflecken.

Warum ein Permanent Make-up sich verändern kann

Es gibt unterschiedliche Gründe für die Veränderung von Permanent Make-up. Sie sind häufig der Auslöser dafür, dass man sich für eine Entfernung der Pigmentierung entscheidet. Im Laufe der Zeit kann die Farbe durch Sonneneinstrahlung langsam verblassen. Auch kosmetisch-medizinische Eingriffe nehmen Einfluss auf ein PMU, etwa durch Botox. Verändert sich die Beschaffenheit der Haut, kann sich also eine Pigmentierung ebenfalls verändern.

Permanent Make-up loswerden – diese Methoden gibt es

Eine Pigmentierung wird professionell von kosmetischen Fachkräften durchgeführt. Trotzdem kann es zu einem Fauxpas kommen, wenn etwa eine falsche Hautstelle mit Farbpigmenten in Berührung kommt. Wer zu Beginn mit seinem Ergebnis zufrieden ist, später aber die Meinung ändert, leidet ebenfalls unter der Situation. Das passiert beispielsweise, wenn der aktuelle Trend oder der persönliche Geschmack sich ändert. Abhilfe schafft nur noch eine Sache: Permanent Make-up so schnell wie möglich entfernen.

Die Methoden im Überblick:

  • Fruchtsäure
  • Remover Technik
  • Laser
  • Camouflagierung

Permanent Make-up entfernen mit Fruchtsäure

Wer eine unreine Haut hat, unter Pigmentflecken leidet oder Falten optisch reduzieren möchte, kann zu Fruchtsäure greifen. Das ist aber nicht alles: Behandlungen mit Fruchtsäure können auch bei der Entfernung von Permanent Make-up helfen. Bei der Säure handelt es sich häufig um Glykolsäure. Sie dringt in die obere Hornschicht der Haut ein und entfaltet ihre schälende Wirkung. Alte Hautzellen werden sanft entfernt, die Haut wird zur Bildung neuer Zellen angeregt.

Wer mit dieser Methode sein Permanent Make-up selber entfernen will, achtet darauf, dass mehrere Behandlungen stattfinden. Die Haut schält sich Stück für Stück ab, sodass ein Ergebnis nicht sofort sichtbar sein muss. Aus diesem Grund sind mehrere Durchgänge notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Pro Woche sollte eine Behandlung stattfinden.

Praktisch: Für die Durchführung gibt es fertige Fruchtsäure-Produkte auf dem Markt, die eine Behandlung in Eigenregie vereinfachen. Die Kosten für eine Entfernung im Kosmetikstudio entfallen damit. Permanent Make-up entfernen mit Fruchtsäure eignet sich deshalb für alle, die ihr PMU von zu Hause aus entfernen möchten.

Voraussetzung dafür ist, dass die Anwendungsempfehlung des jeweiligen Produkts beachtet wird, damit das gewünschte Resultat am Ende sichtbar ist. Außerdem wird die Haut nicht unnötig gereizt, wenn die Fruchtsäure gemäß Empfehlung des Herstellers verwendet wird.

PMU mit Fruchtsäure entfernen – das ist wichtig

Damit die Haut sich nach der Behandlung regenerieren kann, muss sie vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Direkte Sonne ist unbedingt zu vermeiden. Die Haut sollte außerdem vor Kontakt mit Flüssigkeiten und chemischen Mitteln verschont werden. Der Grund: Die oberste Hautschicht schält sich ab und reagiert besonders empfindlich auf Fremdkörper.

Damit das Permanent Make-up mit Fruchtsäure erfolgreich entfernt werden kann, ist die Regenerationszeit deshalb entscheidend. Wer ein Produkt mit Fruchtsäure auf Verträglichkeit testen möchte, kann das an einer anderen Körperstelle ausprobieren, bevor es für das Gesicht verwendet wird.

Die Vor- und Nachteile einer Behandlung mit Fruchtsäure

Eine Entfernung auf Säure-Basis bewirkt, dass abgestorbene Hautzellen und Unreinheiten beseitigt werden. Der Vorteil: Es wird nicht nur das Permanent Make-up entfernt, sondern gleichzeitig Vorsorge für eine gesunde, frische Haut geleistet. Darüber freuen sich vor allem Frauen, die unter großporiger Haut, Aknenarben oder Pigmentflecken leiden. Der Nachteil: Das Permanent Make-up wird nur langsam entfernt, es sind mehrere Durchläufe notwendig.

Alternative Behandlungsoptionen

Fruchtsäure ist eine Möglichkeit für alle, die eine langsame, hautschonende Methode bevorzugen. Wer sie nicht verträgt oder ein schnelleres Ergebnis wünscht, kann alternativen Behandlungsmöglichkeiten in Betracht ziehen.

Permanent Make-up entfernen Remover Methodik

Mittels Remover Technik können unerwünschte Pigmente entfernt werden. Wer sich dafür entscheidet, kann sein Permanent Make-up mit einer speziellen Remover-Paste entfernen lassen, die auf Metalloxiden oder Säuren basiert. Wichtig zu wissen: Diese Methode eignet sich keinesfalls für die empfindliche Augenpartie. Das bedeutet, sie darf nicht in Berührung mit dem Auge oder den Augenlidern kommen. Soll ein permanenter Lidstrich entfernt werden, bedarf es deshalb einer anderen Behandlungsmethode.

Eine Remover-Creme bewirkt, dass Farbpigmente von der Haut abgestoßen werden. Der Weg führt über unsere Lymphbahnen, die verantwortlich für den Abtransport von Flüssigkeiten sind. Ein Risiko besteht für Menschen, welche bestimmte Substanzen der Paste nicht vertragen. Aus diesem Grund sollte man sich vorab über die jeweiligen Inhaltsstoffe des Produkts informieren, wenn das Permanent Make-up entfernen mit Creme stattfindet.

Laser-Technik zur Entfernung von Pigmentierung

Die Laser-Methode wird verwendet, um Tattoos verblassen zu lassen. Auch bei einem misslungenen PMU kann sie verwendet werden. Hierbei leitet ein Lasergerät Lichtimpulse durch die Haut. Trifft ein Lichtblitz die zu behandelnde Stelle, werden die Farbpigmente langsam verblassen.

Häufig bedarf es mehrerer Behandlungen, um unerwünschten Farbpigmente ganz verschwinden zu lassen. Bei der Laser-Technik dringen die Lichtblitze durch die Epidermis tiefer in die Haut, was nicht ganz ungefährlich für das umliegende Gewebe ist.

Es kann zu Schäden kommen, welche Epidermis und tiefere Hautschichten betreffen. Rötungen, Schmerzen und Schwellungen können während und nach der Behandlung ebenfalls eine Folge sein. Wer besonders schmerzempfindlich ist, entscheidet sich deshalb für eine mildere Methode.

PMU mit Camouflagierung nachbessern oder verdecken

Kommt es zu Fehlern während des Auftragens von Permanent Make-up, hilft kurzfristig nur eine Korrektur. Diese wird mit einer Camouflagierung durchgeführt. Die Methode eignet sich auch, um unerwünschte Tattoo-Stellen zu bedecken. Da es sich um eine Verdeckung handelt, verschwinden Farbpigmente nicht, sondern werden mit hautfarbenen Pigmenten bedeckt.

Ziel ist es, dass die Farben so ineinander verlaufen, dass das Ergebnis am Ende natürlich aussieht. Bei präziser Arbeit ist es tatsächlich möglich, dass unerwünschte Pigmente nicht mehr zu sehen ist. Problematisch ist, dass diese Methode keine Garantie für eine dauerhafte Lösung ist.

Der Grund: Verändert die Hautfarbe sich, beispielsweise durch Sonneneinstrahlung, können Farbpigmente sich absetzen. Infolgedessen wird ein Kontrast auf der Haut sichtbar.

Worauf es bei der Entfernung von Permanent Make-up ankommt

Bei den unterschiedlichen Behandlungsmethoden zur Beseitigung oder Korrektur von Farbpigmenten gibt es einige Regeln zu beachten. Vor allem sollte man sich für eine Option entscheiden, die der Haut und der Gesundheit nicht schadet. Kommt es zu einer Unverträglichkeit, etwa bei der Remover-Methode, ist die Behandlung unbedingt abzubrechen.

Eine allergische Reaktion wird oft wegen (chemischer) Substanzen der Creme ausgelöst. Remover-Pasten werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten und sollten vor der Anwendung studiert werden. Wer sich unsicher ist, greift lieber zu einer Alternative.

Giftige Moleküle führen zu Problemen

Findet eine Behandlung mittels Laser statt, ist es möglich, dass toxische Verbindungen zustande kommen. Dabei gilt zu beachten, dass diese in den menschlichen Körper gelangen können und in diesem Fall zu gesundheitlichen Problemen führen.

Wer das vermeiden möchte und umliegendes Hautgewebe nicht beschädigen will, entscheidet sich ebenfalls für eine mildere Behandlungsoption. Narben und Verbrennungen sind bei der Laser-Methode nicht ausgeschlossen. Tieferliegende Hautzellen werden dabei zerstört und es kann anschließend zur Narbenbildung kommen.

Nachbehandlung

Soll die Haut mit der Laser-Technik behandelt werden und es kommt zu Krusten, sollten diese besser nicht entfernt werden, um Narben zu vermeiden. Es kann zwar dauern, bis Ergebnisse sichtbar werden. Trotzdem schont es die Haut, wenn sie sich selbst regenerieren darf und der Prozess nicht unterbrochen wird. Bei einer Behandlung mit Fruchtsäure und Remover-Paste ist es wichtig, dass die Haut vor Umwelteinflüssen (Sonne, Wasser, Schmutz) geschützt wird. Die behandelten Hautpartien reagieren nun besonders empfindlich. Seife ist in den ersten Tagen ebenfalls tabu.

Auf den individuellen Hauttypen achten

Bevor eine Behandlung stattfindet, ist es wichtig, dass der eigene Hauttyp festgelegt wird. Wer beispielsweise eine besonders trockene und empfindliche Epirdermisschicht hat, muss diese entsprechend pflegen und behandeln – besonders, wenn sie durch die Behandlung beansprucht wird. Normale Hauttypen haben in der Regel keine Probleme bei der Entfernung des Make-ups, da die Epidermis relativ resistent ist und sich problemlos regenerieren kann.

Permanent Make-up entfernen Hausmittel

Um die Haut zu schonen und Kosten zu sparen, suchen viele Betroffene nach einer Möglichkeit, wie sie ihre Haut mit Hausmitteln behandeln können. Leider gibt es in diesem Bereich keine effektive Methode, um die tief sitzenden Farbpigmente aus der Haut zu bekommen. Besser ist es, wenn speziell hergestellte Produkte verwendet werden, die für die Entfernung von Tattoos und Permanent Make-up gedacht sind.

Diese Produkte wirken nicht

Herkömmliche Cremes und Peelings eignen sich nicht, um ein PMU selbst zu entfernen und davon ist auch dringend abzuraten. Milde Peelings gelten zwar als beliebtes Mittel, um die Haut frischer wirken zu lassen und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Jedoch sind sie wirkungslos bei der Entfernung von tief sitzender Pigmentierung.

Auch die permanente, regelmäßige Anwendung führt nicht zum gewünschten Ergebnis und kann – ganz im Gegenteil – die Haut belasten, wenn es zu oft aufgetragen wird. Aus diesem Grund können Betroffene sich selbst helfen, wenn sie sich für eine Säure-Behandlung (mit Fruchtsäure) entscheiden oder sich zu den alternativen Behandlungsoptionen von einer kosmetischen Fachkraft beraten lassen.

Behandlungskosten für die Entfernung von Permanent Make-up

Die Kosten für die Beseitigung von einem PMU fallen unterschiedlich aus. Entscheidend ist unter anderem, ob das Permanent Make-up selbst entfernt wird (was beispielsweise mit Fruchtsäure möglich ist) oder eine Fachkraft im Kosmetikstudio die Behandlung durchführt. Da häufig mehrere Sitzungen notwendig sind und der Fortschritt bei unterschiedlicher Hautbeschaffenheit unterschiedliche ausfällt, ist keine pauschale Antwort möglich.

Bei der Camouflagierung können die Kosten bei rund 500 Euro liegen. Werden mehrere Gesichtsareale behandelt, ist mit entsprechend höheren Kosten zu rechnen. Wer sich im Kosmetikstudio mit Fruchtsäure behandeln lässt, zahlt pro Sitzung und im Durchschnitt etwa 60 bis 80 Euro – es sind mehrere Sitzungen notwendig, bis die Haut sich von der Pigmentierung befreit hat. Bei der Remover-Technik kommt man auf 150 bis 250 Euro pro Sitzung. Bei der Camouflagierung ist mit dem herkömmlichen Preis einer ganzen Pigmentierung zu rechnen.

Soll das Make-up mit Fruchtsäure entfernt werden, können die Kosten geringer ausfallen, wenn die Behandlung selbst durchgeführt wird. Bei anderen Methoden, etwa der Laser-Technik, sollte ein Profi die Arbeit ausführen. So wird das Risiko für Verbrennungen und Narbenbildung deutlich reduziert. Auch die Camouflage-Technik gehört in die Hände eine geschulten Fachkraft, die ihre Arbeit mit professionellem Zubehör ausführen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei der Entfernung von Permanent Make-up?

Für Menschen, die mit ihrem Permanent Make-up nicht glücklich sind, gibt es keine Nachteile bei der Entfernung der Pigmentierung – solange ihre Gesundheit nicht gefährdet ist. Häufig empfinden sie es als Erleichterung, wenn sie sich endlich davon befreien können und wieder gerne in den Spiegel schauen.

Trotzdem ist es wichtig zu erwähnen, dass nur die passende Methode zum gewünschten Ergebnis führt und manchmal langes Ausprobieren notwendig ist, um das passende Produkt für sich zu finden. Eine professionelle Beratung bei einer kosmetischen Fachkraft kann bei der Entscheidung helfen. Handelt es sich generell um Problemhaut, kann ein Dermatologe weiterhelfen.

Fazit

Ein misslungenes Permanent Make-up belastet viele Menschen. Es gibt jedoch diverse Gründe weshalb sie sich für eine Entfernung des PMU entscheiden. Wer darüber nachdenkt, kann sich im Zweifelsfall professionell beraten lassen. Wichtig ist, dass man sich für eine Option entscheidet, die mild zur Haut ist und keine Schäden hinterlässt.

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