milien entfernenGrießkörner treten überwiegend im Gesicht auf, erscheinen aber auch im Genitalbereich einer Frau oder um die Brustwarzen herum. Sie sind als “Milien” bekannt, hartnäckig und niemand hat die weiß-gelblichen Punkte gern. Eine schnelle Lösung muss her, denn Milien sind ein ästhetisches Problem für viele junge Frauen. Mit Hausmitteln können sie behandelt werden, aber manchmal müssen Betroffene zu einer professionellen Behandlung.

Was sind Milien?

Optisch erinnern Milien an Mitesser oder kleine Pickel. Der Unterschied: Milien sind mit Keratin gefüllt, die verhornten Zellen fühlen sich meist hart an und können nicht mit dem Finger “ausgequetscht” werden, wie es manchmal beim klassischen Pickel der Fall ist. Die Grießkörner sind keine Hauterkrankung und gelten daher als rein kosmetisches Problem – es sind also harmlose Zysten. Nicht zu verwechseln sind die Pünktchen mit dem Hagelkorn oder dem Gerstenkorn. Das Gerstenkorn tritt auf, wenn eine Entzündung der Drüsen am Augenlid vorliegt. Das ist oft mit Schmerzen verbunden und wird primär durch Bakterien hervorgerufen. Bei einem Hagelkorn schwillt das Augenlid an, wobei im Regelfall jedoch keine Schmerzen verursacht werden. Ursache ist eine Verstopfung der Drüsen im Innenbereich des Augenlids.

Woher kommen Milien?

Bei Grießkörnern, also Milien, wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden:

1.) Primäre Milien. Die Ursache konnte noch nicht abschließend erforscht werden, jedoch wird vermutet, dass diese Form auf hormonelle Veränderungen zurückgeführt werden kann. Zum Beispiel treten Milien im Gesicht, oft unter dem Auge auf, wenn die Menstruation bevorsteht oder auch während der Wechseljahre einer Frau.

2.) Sekundäre Milien. Bei dieser Art handelt es sich um eine Form, bei der die Haut durch äußere Einflüsse gereizt wird. Zum Beispiel, nach einem Sonnenbrand, einem Schnitt oder auch einer Entzündung. Die gute Nachricht ist, dass diese Milien wieder von selbst abheilen, jedoch kann das bis zu mehreren Wochen dauern.

Auch Babys sind betroffen

Erwähnenswert ist, dass nicht nur Frauen von Grießkörnern betroffen sind. Auch Neugeborene können Milien entwickeln. Vermutet wird auch hier, dass es an hormonellen Schwankungen liegt, welche die Mutter während der Schwangerschaft durchlebt. In der Regel müssen Eltern sich deshalb keine Sorgen machen, wenn ihr Kind direkt nach der Geburt davon betroffen ist. Die feinen Punkte verschwinden innerhalb einiger Wochen.

Milien entfernen – so geht’s

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie wir die nervigen Punkte unter dem Auge wieder loswerden können. Wichtig ist, dass Sie nicht an den Grießkörnern herumdrücken, denn sie lassen sich nicht ausdrücken. Auch, wenn sie einem Pickel zum Verwechseln ähnlich sehen, sind sie in erster Linie nicht mit Talg gefüllt, sondern Keratin. Die Substanz ist verhornt und lässt sich damit nicht an die Oberfläche schieben. Es wird also dringend empfohlen, dass wir nicht an Milien experimentieren, da es zu ernsthaften Hautverletzungen kommen kann. Weil die Haut um unser Auge herum besonders empfindlich ist, kommen wir manchmal nicht um eine professionelle Behandlung drumherum.

Milien professionell entfernen lassen

Ob mittels Laserbehandlung oder per Hand beim Dermatologen oder Kosmetiker – hartnäckige Grießkörner sollten vom Fachmann entfernt werden. Bei einer Laser-Therapie wird die oberste Hautschicht abgetragen und die Haut wird somit von den lästigen Knötchen befreit. Betroffene sollten beachten, dass die Kosten für eine Therapie nicht von den Krankenkassen übernommen werden, da es sich nicht um ein medizinisches Problem handelt.
Bei der zweiten Methode, welche vom Dermatologen oder in einem Kosmetikstudio durchgeführt werden kann, wird Betroffenen das Knötchen chirurgisch entfernt. Dafür benutzen Ärzte ein sogenanntes Moncorps-Messer. Hier wird die jeweilige Stelle leicht angeritzt und danach das Grießkorn vorsichtig entfernt. Auch bei dieser Methode müssen die Kosten in aller Regel selbst getragen werden.

Mit Fruchtsäurepeeling Milien entfernen

Eine weitere Methode, um die Knötchen im Gesicht loszuwerden, ist die Methode, mit einem Fruchtsäurepeeling Milien zu entfernen. Dies gilt als besonders effektiv, da die Produkte mit Fruchtsäure eine exfolierende (schälende) Wirkung haben. Sie werden eingesetzt, um Falten zu reduzieren und die oberste Hautschicht zu verfeinern. Auch bei Akne kann ein Produkt mit Fruchtsäure wahre Wunder bewirken. Wer sich für ein Peeling mit Fruchtsäure entscheidet, muss jedoch einige Punkte beachten.

Ein Peeling sollte im Idealfall professionell erfolgen. Bei Fruchtsäure, die in medizinisch-kosmetischen Produkten oft als Glycolsäure vorkommt, handelt es sich um eine Substanz, welche eine starke Wirkung hat. Weil die Hautschicht um die Augen herum sehr empfindlich ist, sollte das Produkt niemals länger einwirken, als es der Hersteller empfiehlt. Da es sich bei Fruchtsäureprodukten jedoch um ein effektives Mittel handelt, um Milien schnell zu entfernen, kann eine Behandlung sich lohnen. Ein positiver Nebeneffekt: frische Haut, freie Poren und eine verbesserte Feuchtigkeitsspeicherung der Haut.

Wer ein Peeling zuhause durchführen möchte, sollte sich vorher trotzdem beraten lassen. Wichtig ist, dass die Hautpartie um die Augen herum anschließend ausreichend gepflegt wird. Fruchtsäurepeelings gibt es zudem in unterschiedlichen Konzentrationen. Generell wird empfohlen, dass Betroffene mit einer niedrigen Dosis beginnen und sie langsam steigern.

Milien entfernen Hausmittel

Natürlich kann das Grießkörner-Entfernen auch mit klassischen Hausmitteln ausprobiert werden. Bewährt hat sich etwa die natürliche Fruchtsäure von Apfelessig. Damit können Milien aufgeweicht werden und schließlich an die Oberfläche gelangen. Empfohlen wird eine Mischung aus Essig und Maisstärke, welche auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen wird.

Auch Kokosnussöl oder Rizinusöl können problemlos für die Behandlung zuhause verwendet werden. Das Öl dringt in tiefere Hautschichten ein und kann verhornte Zellen aufweichen. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, Milien weisen nicht mehr eine ganz so harte Konsistenz auf.

Kann ich Milien vorbeugen?

Im Grunde können die harmlosen Zysten nicht vorgebeugt werden, da Schwankungen in unserem Hormonhaushalt immer wieder auftreten werden. Wenn die Knötchen tatsächlich auf hormonelle Veränderung zurückgeführt werden können, gibt es also keine richtige Methode zur Vorbeugung von Grießkörnern – zumindest bei der primären Form.
Bei der sekundären Form können Sie beispielsweise darauf achten, dass Sie Hautverletzungen vermeiden, etwa einen Sonnenbrand. Generell sollten Menschen auf genügend Sonnenschutz achten, um die Haut nicht zu reizen und andere Risiken zu mindern, welche unsere Gesundheit gefährden könnten.

No-Go’s bei Milien – das sollten Sie auf keinen Fall tun

Wenn Sie merken, dass Sie unter Milien leiden, vermeiden Sie das Herumdrücken. Das Keratin-Talg-Gemisch ist fest in der Haut verankert und nicht weich genug, um es selbstständig an die Oberfläche zu befördern. Ein Pressen und Drücken kann nur dazu führen, dass die Haut verletzt wird. Außerdem sollten Betroffene niemals eine Schere oder ein Messer zur Hand nehmen, um die Knötchen damit zu behandeln. Um Risiken zu vermeiden, sollten Sie lieber einen Hautarzt aufsuchen.

Fazit

Milien oder Grießkörner sind ein rein kosmetisches Problem. Sie treten überwiegend dann auf, wenn es zu hormonellen Veränderungen oder Hautverletzungen kommt. Die weißen und gelben Pünktchen können mit einem Produkt behandelt werden, welches auf Fruchtsäure basiert. Dieses sorgt dafür, dass verhornte Zellen erfolgreich entfernt werden. Aber auch Hausmittel können in harmlosen Fällen helfen. Wer sich unsicher ist und hartnäckige Knötchen gar nicht mehr loswird, sollte sich außerdem von einem Dermatologen beraten lassen. Auch geschulte Kosmetiker sind in der Lage, dass sie Milien schonend entfernen können.

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