Fruchtsäurepeeling gegen MitesserMitesser sind die ersten Zeichen für unreine Haut und als Vorstufe von Akne zu betrachten. Im Anfangsstadium handelt es sich um kleine schwarze Punkte, die zunächst nur für vergrößerte Poren und ein raues Hautbild sorgen. Diese Komedonen mögen lästig sein, stören aber noch nicht. Erst wenn sie sich entzünden, entstehen unschöne Pusteln und Knoten – dann ist die Rede von Akne.

Vorbeugend hierfür kann ein Fruchtsäurepeeling gegen Mitesser dafür sorgen, den ausbruch der Mitesser zu erhindern.

Entstehung von Mitessern

Verantwortlich für das unreine Hautbild ist eine übermäßige Talgproduktion. Dadurch verstopfen die Poren. Zunächst ist der Mitesser ein weißer Punkt, der kaum auffällt. Er verschließt den Follikelausgang und erweitert die Poren. In diesem Stadium lässt er sich gut ausdrücken. Reißt die Haut am Ausführungsgang ein, oxidiert das Melanin, mit der eindringenden Luft. Melanin ist im Talg enthalten. Der Mitesser färbt sich schwarz. Wenn Sie ihn jetzt mit den Fingern ausdrücken, haben Bakterien leichtes Spiel: Sie dringen in die Öffnung und wandern tiefer in die Haut.

Mitesser können folgende Ursachen haben:

  • Hormonelle Umstellung (Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre)
  • Stress
  • Ernährung (fettreiche Nahrungsmittel, Alkohol und Nikotin begünstigen Mitesser und Akne)
  • Veranlagung
  • Schlafmangel

Egal ob Sie unter geschlossenen (weißen) oder offenen (schwarzen) Mitessern leiden: Sie können etwas dagegen tun!

Behandlung von Mitessern

Nach dem Motto „wehret den Anfängen“ empfehlen Dermatologen, Mitesser zu bekämpfen. Fangen sie erst einmal an, sich zu entzünden, kann sich das Hautbild schnell rapide verschlechtern. Das „Wie“ ist dabei entscheidend: Wenn Sie die Komedonen einfach ausdrücken, ist die Gefahr groß, dass der Schuss nach hinten losgeht. Entzündungen können dadurch überhaupt erst entstehen. Die Folge sind hässliche Narben, die ein Leben lang bleiben.

Hautärzte empfehlen allgemein die folgende Vorgehensweise, um Mitesser wirksam zu bekämpfen:

  • Gründliche Reinigung und sorgfältige Pflege
  • Regelmäßiges Peeling, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen
  • Komedonen fachgerecht ausdrücken

Beim Ausdrücken ist es wichtig, dass Sie die Haut gut vorbereiten. Mit geöffneten Poren können Sie den Talg einfach und rückstandslos entfernen. Wasserdampf ist gut geeignet, um die Poren zu öffnen. Nach der Dusche oder einem Wasserdampfbad, idealerweise mit Kamille, können Sie loslegen. Legen Sie anschließend ein heißes Tuch aufs Gesicht und entspannen Sie sich für ungefähr fünf Minuten. Jetzt können Sie den lästigen Mitessern zu Leibe rücken.

Ideal ist die Verwendung eines Mitesserentferners oder auch Komedonenquetscher. Den können Sie sterilisieren – garantiert keimfrei! Wenn Sie die Mitesser mit den Fingern ausdrücken möchten, verwenden Sie ein sauberes, weiches Tuch, das Sie um die Finger wickeln. Anschließend sollten Sie die behandelte Haut mit einem milden Mittel desinfizieren. Da trockene Haut wiederum die Talgproduktion ankurbelt, tragen Sie dann eine feuchtigkeitsspendende Pflegecreme auf.
Um das Hautbild zu klären und der Bildung weiterer Mitesser vorzubeugen, bietet sich ein Fruchtsäurepeeling an.

So wirkt das Fruchtsäurepeeling gegen Mitesser

Das Fruchtsäurepeeling wirkt oberflächlich. Das bedeutet, es dringt nur in die obere Hornschicht der Haut ein. Der Hauptbestandteil ist Glykolsäure, welcher aus Zuckerrohr oder unreifen Trauben gewonnen wird. Sie dringt in die Haut ein und löst dort alte und abgestorbene Hautschüppchen. Den Effekt können Sie nach ein bis zwei Tagen sehen. Denn dann erneuert sich die oberste Hautschicht.

Das ist aber nicht die einzige Wirkung des Fruchtsäurepeelings. Es trägt zu einem feinporigen, glatten Hautbild bei, indem es die Zellteilung fördert – die Epidermis wird stärker und kann die Feuchtigkeit besser speichern – die Verklumpung von Hautpigmenten bremst – Pigmentstörungen (beispielsweise Altersflecken) werden gemildert.

Fruchtsäurepeelings stärken die Haut und helfen nicht nur bei der Bekämpfung von Mitessern, sondern auch bei der Vorbeugung.

Fruchtsäurepeeling beim Arzt oder Zuhause?

Die Fruchtsäurepeelings, die Sie in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufen können, sind deutlich geringer konzentriert als die Produkte, die ein Arzt einsetzen darf. Wenn Sie das Peeling eher vorbeugend einsetzen möchten, können Sie zu einem frei verkäuflichen Produkt greifen. Hat das nicht den gewünschten Effekt, oder stellen sich andere Probleme ein (Hautirritationen, trockene Haut oder ähnliches), sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Er bestimmt zunächst Ihren Hauttyp. Vor der ersten Anwendung müssen Sie Ihre Haut mit einer niedrig dosierten Creme auf das Peeling vorbereiten. Das Ziel ist, sie an den Wirkstoff zu gewöhnen und Unverträglichkeit zu minimieren. In mehreren Behandlungen wird die Einwirkzeit stetig erhöht. Die Wirkung wird optimiert, wohingegen unerwünschte Reaktionen praktisch ausschließbar sind. Nach der Behandlung neutralisiert der Dermatologe das Fruchtsäurepeeling, bevor er es wieder entfernt.

Er kann Ihnen auch die optimale Pflege im Anschluss an die Peelings empfehlen. Diese unterstützt die Wirkung und versorgt die Haut ihrem jeweiligen Typ entsprechend.

Die Schönheit hat ihren Preis: Pro Behandlung müssen Sie zwischen 60 und 150 EUR einkalkulieren. Bei mehreren Sitzungen kommen somit schnell einige Hundert Euro zusammen. Ob es Ihnen das wert ist oder Sie doch lieber zu einem frei käuflichen Produkt greifen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.
Weitere Infos zum Theme Fruchtsäure Peeling finden Sie auf unserer Homepage!

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